Vorsicht: kein gesetzlicher Unfallschutz während Unfallregulierung

von Thorsten Blaufelder

Apr 2

Führen Autofahrer nach einem Verkehrsunfall Regulierungsgespräche mit dem Unfallbeteiligten, stehen sie in dieser Zeit grundsätzlich nicht mehr unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Erleiden sie während solcher Gespräche einen weiteren Unfall, ist dies nicht als Arbeitsunfall anzusehen, entschied das Thüringische Landessozialgericht (LSG) in Erfurt in einem am Dienstag, 31.03.2015, bekanntgegebenen Urteil (AZ: L 1 U 778/13).

Geklagt hatte eine Frau, die auf ihrem Arbeitsweg in den frühen Morgenstunden bei Glatteis ein anderes Fahrzeug gestreift hatte. Es entstand ein Sachschaden am linken Kotflügel. Als die Frau ihr Auto zum Stehen brachte, wollte sie mit dem anderen Unfallbeteiligten Unfall-Regulierungsgespräche führen.

Doch auf dem Weg dorthin wurde sie von einem nachfolgenden Pkw erfasst. Dabei erlitt sie mehrere Knochenbrüche ...

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