Russland – was geht noch?

von Thomas Heidemann

Gute Nachrichten zum Thema Russland sind derzeit rar. Politisch scheint das Land eine Kehrtwendung gemacht zu haben und sich nach Jahren der Annäherung jetzt von Europa und dem Westen abwenden zu wollen. Das Agieren in der Ukrainekrise ist aus westlicher Sicht kaum erklärbar und sicher nicht akzeptabel.

Wirtschaftlich hat sich Russland in eine Rezession manövriert

Der Verfall des Rohölpreises hat genügt, den Rubelkurs abstürzen zu lassen. Importierte Waren sind dadurch über Nacht extrem teuer geworden. Ebenso schwierig sind Fertigungsprozesse geworden, die auf Zulieferungen aus dem Westen aufbauen. Die Sanktionen der EU und der USA sowie die Gegensanktionen Russlands im Agrarsektor verschärfen diese Situation weiter. Ganze Wirtschaftszweige geraten ins Straucheln. Gewiss keine angenehme Situation also.

Auch die deutsche Wirtschaft tut sich in Russland schwer. Soeben berichteten die Zeitungen über unerwartet hohe Einbrüche im Russlandgeschäft im ersten Quartal des Jahres. Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht.

Russland reagiert auf aktuelle Situation

Nahezu trotzig werden die Sanktionen zum Anlass genommen, die lokale industrielle Fertigung zu fördern. Ansätze dazu hat es zwar auch in der neueren Vergangenheit immer wieder gegeben; allein die Umsetzung ließ zu wünschen übrig. Momentan allerdings verfestigt sich der Eindruck, dass die Bedingungen tatsächlich verändert werden.

Seit einiger Zeit gibt es Programme und Planungen, bestimmte Wirtschaftszweige zur Lokalisierung der Produktion in Russland zu bewegen. In der Autoindustrie wurde dies mit Erfolg bereits durchgesetzt; der Lokalisierungsgrad ist vergleichsweise hoch. Jetzt sind andere Sektoren an der Reihe, unter anderem der Gesundheitssektor, der Energiesektor sowie der Agrarsektor ...

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