Kurzer Prozess mit Dränglern auf der Autobahn

Ein Beitrag von anwalt.de Kurzer Prozess mit Dränglern auf der Autobahn Welcher Autofahrer kennt das Problem nicht: Man ist auf der linken Spur der Autobahn unterwegs und wird plötzlich von einem PS-starken Fahrzeug bedrängt. Dessen Fahrer betätigt die Lichthupe und fährt so nahe auf, dass man das Gefühl hat, es kracht jeden Moment.

Bereits öfters kam es in solchen Situationen zu Unfällen, etwa weil der Bedrängte plötzlich hektisch auf die - besetzte - Mittelspur lenkt oder am Ende selbst Gas gibt und seinem Vorausfahrenden auffährt. Wird der Bedrängte dabei erwischt, dass er wiederum seinen Vordermann bedrängt, kann es allerdings teuer für ihn werden.

Fahrer hält Mindestabstand zum Vordermann nicht ein

Ein Autofahrer war mit seinem Kfz auf der linken Fahrspur einer Autobahn unterwegs, als sich von hinten ein Fahrzeug näherte. Um den geringen Abstand zwischen den beiden Autos wieder zu vergrößern, gab der Autofahrer selbst Gas und reduzierte daraufhin die Distanz zu seinem Vordermann.

Im Rahmen einer Abstandsmessung der Polizei wurde deutlich, dass der Autofahrer hierbei den einzuhaltenden Mindestabstand deutlich unterschritten hatte. Auf der Strecke von ca. 300 Metern hatte er nicht einmal abgebremst, um den geringen Abstand wieder zu vergrößern. Auch hatte der Vordermann die geringe Entfernung zwischen den Pkw nicht durch einen Wechsel auf die linke Fahrspur oder plötzliches und grundloses Bremsen verursacht. Der Autofahrer wurde daher vom zuständigen Amtsgericht wegen fahrlässiger Nichteinhaltung des Mindestabstands nach den §§ 49 I Nr. 4, 4 I 1 StVO (Strafverkehrsordnung) zu einer Geldbuße von 320 Euro verurteilt. Ferner wurde gegen ihn ein einmonatiges Fahrverbot verhängt.

Das wollte sich der Betroffene nicht gefallen lassen. Schließlich sei er selbst „Opfer“ eines Dränglers geworden ...

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