Bayerischer Gemeindetag: Finanzierung von Tierheimen durch Kommunen nur im Rahmen der Fundtierunterbringung – Gemeindetag stellt klar

1. April 2015

Aktuell beklagen die Träger von Tierheimen zunehmend, deren Arbeit zukünftig nicht mehr finanzieren zu können. Im Wesentlichen setzen sich die Einnahmen von Tierheimen zusammen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Erbschaften. Kommunen sind weder Träger von Tierheimen noch grundsätzlich dazu verpflichtet, diese finanziell zu unterstützen.

Die Gemeinde ist jedoch als Fundbehörde für die Annahme von Fundanzeigen sowie für die Entgegenahme und Unterbringung von Fundtieren zuständig, also für Tiere, die einen Eigentümer haben und entlaufen oder verloren gegangen sind. Rechtsgrundlage sind die §§ 965 bis 981 BGB sowie die Verordnung über die Zuständigkeiten und das Verfahren der Fundbehörden (FundV). Frei lebende Tiere wie z. B. Igel oder Eichhörnchen sind wilde Tiere, aber auch „verwilderte“ Katzen oder offensichtlich ausgesetzte Hunde sind herrenlos, weshalb die Gemeinde als Fundbehörde für deren tierärztliche Behandlung und „Verwahrung“ nicht zuständig ist.

Da die meisten Gemeinden nicht in der Lage sind, Fundtiere in eigenen Einrichtungen unterbringen zu können, ist hier eine Zusammenarbeit mit den Tierheimen von großer Bedeutung ...

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