LG Duisburg zur irreführenden Werbung bei „schwarzen Oliven“

31. März 2015 | Von Eva Mayer | Kategorie: Aktuelles, Fernabsatzrecht, News, Werbung

Das LG Duisburg hat durch Urteil vom 06.03.2015 – Az.: 2 O 84/14 (noch nicht rechtskräftig) entschieden, dass die Bewerbung mit der Bezeichnung „Spanische schwarze Oliven“ irreführend ist, wenn es sich tatsächlich um grüne, schwarz eingefärbte Oliven handelt. Dem Fall zugrunde lag eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes gegen einen Lebensmitteldiscounter. Die Produkte wurden auf dem Etikett mit „Spanische Schwarze Oliven“ beworben. Die Zutatenliste auf der Rückseite der Produkte war unterschiedlich ausgestaltet. Teilweise befand sich auf der Rückseite der Produktverpackungen lediglich der Hinweis auf den „Stabilisator: Eisen-II-Gluconat“, mit dem die Oliven schwarz eingefärbt werden. Andere Produktverpackungen enthielten in der Zutatenliste die Angabe „geschwärzte Oliven entsteint“ sowie den Hinweis auf den Stabilisator. Das LG Duisburg bewertete diese Etikettierung als Irreführung, da es sich nicht um natürlich gereifte schwarze Oliven handele, was aber durch die Bezeichnung auf den Produkten suggeriert werde ...

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