Kommentar: Bei Kohlekonzernen liegen die Nerven blank

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Die heftigen Reaktionen aus den Braunkohlerevieren auf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgeschlagene Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke, zeigt auf, dass bei den Managern der Kohlewirtschaft die Nerven blank liegen – nicht nur wegen der Klimaabgabe, sondern wohl weil die Kohlewirtschaft insgesamt wirtschaftlich immer weiter unter Druck kommt. Statt die Zeichen der Zeit zu erkennen und für einen von der Politik aktiv unterstützten Strukturwandel mit Erneuerbaren Energien zu kämpfen, halten Sie krampfhaft an der zukunftslosen Klimazerstörung fest.

Sie stemmen sich - zusammen mit vielen ihnen treu verbundenen Politikern aus CDU/SPD und den Linken vor allem aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfahlen – gegen das Ende des Zeitalters der Kohle. Sie kämpfen für den Erhalt von 10.000 Arbeitsplätzen in der Kohlebranche, sehen jedoch nicht, dass diese in den nächsten Jahren nicht zu erhalten sind. Sie haben bereits in den letzten Jahren großen Schaden im Arbeitsmarkt Ostdeutschlands verursacht, weil sie sich nicht für den Erhalt der neu geschaffenen Zehntausenden Jobs in der Solarwirtschaft einsetzten. Vor allem die Gewerkschaft IGBCE, die nun lautstark für die Kohlejobs kämpft, hatte keineswegs zum Erhalt der Jobs in der Solarbranche beigetragen.

Was bedeuten die Vorschläge Gabriels? 22 Mio. Tonnen CO2 soll die Klimaschutzabgabe jährlich einsparen. Noch immer emittiert Deutschland 912 Mio. Tonnen CO2 jährlich in die überlastete Erdatmosphäre, die keine neuen Emissionen verträgt. Diese 22 Mio. Tonnen CO2 Emissionsreduktion helfen daher dem Klimaschutz nicht wirklich.

Argumentiert wird mit dem Verlust von 10.000 Beschäftigten in den Kohlerevieren und einem daraus angeblich resultierenden Kollaps der dortigen Wirtschaft ...

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