Herkunftskennzeichnung bei Fleisch ab 1. April 2015 verpflichtend

Die Einführung der Informationspflichten nach der Lebensmittelinformationsverordnung (EU Nr. 1169/2011) am 13. Dezember 2014 hält die Lebensmittelhersteller und -händler noch in Atem, da gibt es schon die nächste Neuerung: Ab dem 1. April 2015 – und das ist kein Aprilscherz – wird die Herkunftskennzeichnung von vorverpacktem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch verpflichtend.

Die Herkunftskennzeichnungspflicht für Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch ist dann erstmals in der Durchführungsverordnung Nr. 1337/2013 geregelt. Sie gilt für vorverpacktes frisches, gekühltes und gefrorenes Fleisch, das zur Abgabe an Endverbraucher oder Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung bestimmt ist.

Wie muss gekennzeichnet werden?

Verpflichtend ist im Wesentlichen die Angabe des Aufzuchtortes und des Ortes der Schlachtung jeweils unter Angabe des Mitgliedsstaates beziehungsweise des Drittlandes und der Partienummer:

Aufgezogen in: (Name des Mitgliedsstaates bzw. Drittlandes) Geschlachtet in: (Name des Mitgliedsstaates bzw. Drittlandes) Partienummer:

Die Angaben „Aufgezogen in: …“ und „Geschlachtet in: …“ können durch die Angabe „Ursprung: …“ ersetzt werden, wenn Geburt, Aufzucht und Schlachtung in demselben Land erfolgt sind. Besonderheiten können sich ergeben, wenn die Aufzucht in mehreren Ländern erfolgte oder Fleisch mehrerer Tierarten oder unterschiedlicher Partien einer Tierart mit unterschiedlichen Etikettierungsangaben zusammen verpackt werden. Weitere Sonderregelungen bestehen für Hackfleisch und Fleischabschnitte.

Daneben sind zusätzlich freiwillige geografische Angaben zulässig. Beispielsweise kann eine bestimmte Region angegeben werden. Diese müssen aber im Einklang mit den Regelungen der Lebensmittelinformationsverordnung stehen ...

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