Briten können Google auf Schadensersatz verklagen

von Dr. Sebastian Tausch

Britische Apple Nutzer können Google aufgrund einer Verletzung ihrer Privatsphäre verklagen. Bereits im Jahr 2012 musste Google nach zwei verwaltungsrechtlichen Verfahren insgesamt 39,5 Millionen US-Dollar zahlen, 22,5 Millionen davon an die US-Handelsbehörde und wenig später weitere 17,0 Millionen nach einem Vergleich mit den Generalstaatsanwälten mehrerer US-Bundesstaaten.

Hintergrund war, dass Google in der Zeit von Juni 2011 bis Februar 2012 durch einen technischen Trick auf Apple-Geräten bei Aufruf des Safari-Browsers ungefragt kleine Dateien ablegte (Cookies) und somit das Surfverhalten der Nutzer ausspähen bzw. auswerten konnte. Das Unternehmen umging insoweit die von Apple vorgenommene datenschutzkonforme Einstellung, wonach Cookies standardmäßig deaktiviert sind.

Neuer Rechtsweg eröffnet

Nunmehr musste Google sich nach einem Sammelantrag dreier Nutzer, die sich als sog. „Google Action Group“ zusammenschlossen, vor dem britischen „Court of Appeal of England and Wales“ rechtfertigen. In einer ausführlich begründeten Grundsatzentscheidung ebnete das Gericht schließlich den Weg für eine Schadensersatzklage britischer Apple-Nutzer, deren Daten in dem besagten Zeitraum durch die datenschutzwidrige Implementierung von Cookies erlangt wurden ...

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