Unbeeindruckt von jeglichem Fachwissen …

von Gerfried Braune

Unbeeindruckt von jeglichem Fachwissen …

…gehen offenbar auch manche Arbeitsrichter zu Werk. Es ging um eine Klage eines ehemaligen Auszubildenden, dem zum Abschied, weil er sich zum Ende der Ausbildung wirklich gut gemacht hatte, von seinem Ausbildungsbetrieb noch ein Kleinwagen, älterer Bauart zwar aber in der eigenen WErkstatt instandgesetzt und frisch getüvt, geschenkt worden war. Der Arbeitgeber hatte – wie dies auch steuerrechtlich sein muss – den Kleinwagen als Sachbezug versteuert. Diese Steuer und die Sozialversicherung führte dazu, dass von der letzten Vergütung nicht mehr so viel wie üblich ausgezahlt werden konnte. Der Azubi verklagte nun – anwaltlich vertreten -neben anderen Dingen auch die restliche Nettovergütung ein wie in den vorherigen Monaten.

Der Arbeitgeber versuchte dem Anwalt des Azubi als auch dem Gericht klar zu machen, dass ein Sachbezug versteuert werden muss. Allerdings meinte dann der Richter, sich der Meinung des Anwalts des Azubi anschließen zu müssen, dass es sich hier um eine unzulässige Aufrechnung handele ...

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