Intelligente Grenzen: Sicherheit durch Fingerabdrücke?

Das bereits seit 2008 von allen EU-Mitgliedstaaten geplante System „Intelligente Grenzen“ wird seit März 2015 in Europa getestet und soll vom 22. Juni bis zum 6. September 2015 auch an einer Grenzkontrollstelle am Flughafen Frankfurt/Main probeweise zum Einsatz kommen.

Details des Pilotprojekts „Intelligente Grenzen“

Alle die schon mal in die USA gereist sind, kennen das (manchmal etwas lästige) System bereits zur Genüge. Bei jeder Einreise wird man vom mehr oder minder netten Immigration Officer gebeten, seine Fingerabdrücke abzugeben während man zahlreiche Fragen beantwortet. Ein ähnliches Prozedere soll nunmehr in Europa getestet werden.

Das EU-Pilotprojekt „Intelligente Grenzen“ sieht die Abnahme von bis zu zehn Fingerabdrücken in einem Entry/Exit System (EES), in dem alle Ein- und Ausreisen von Angehörigen aus „Drittstaaten“ an den Außengrenzen registriert werden, vor. Alle erfassten Daten werden in der im Dezember 2012 in Estland eingerichteten Agentur für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen (eu-LISA) geführt. Die Daten werden dabei unabhängig vom Reisezweck (geschäftlich, touristisch oder schutzwürdige Gründe) und der Notwendigkeit eines Visums im Schengen-Raum erfasst.

Laut dem Verordnungsvorschlag der EU-Kommission werden die Außengrenzen der 27 EU-Mitgliedstaaten jährlich rund 700 Millionen Mal übertreten. Ein Drittel der Einreisen an Land, auf See und in der Luft werden “Drittstaatsangehörigen” zugeschrieben. Allein für den Luftverkehr wird bis 2030 von einer Zunahme von 400 auf rund 720 Millionen Reisende im Jahr 2030 ausgegangen.

Ergebnisse der Pilotstudie werden im Herbst 2015 erwartet.

Ziel: Over-Stayer identifizieren

Erklärtes Ziel ist es gegen sog. „Over-Stayer“ vorzugehen (d.h ...

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