Ein Zufall zuviel

von Mirko Laudon

Eine 20 Jahre alte Zeugin im Verfahren um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ist am Wochenende tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Es soll sich bei ihr um die Ex-Freundin von Florian H. handeln, der (angeblich) wusste, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn getötet hat. Er war bereits im Herbst 2013 in einem Auto verbrannt – unter mysteriösen Umständen genau an dem Tag, an dem er zum NSU aussagen sollte.

Bedeutende Rolle im NSU-Prozess

Der Lebensgefährte der Frau habe sie in einem Krampfanfall in ihrer Wohnung gefunden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die genaue Ursache für den Tod der jungen Frau sei bislang unklar, es gebe aber keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ärzte hätten das Leben der jungen Frau nicht mehr retten können. Die Zeugin hatte nach einem Bericht des „Spiegel“ im NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart in nicht-öffentlicher Sitzung ausgesagt und erklärt, sie fühle sich bedroht. Wegen des brisanten Hintergrundes würden die Ermittlungen nun aber „mit Nachdruck“ betrieben ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK