Rezension Zivilrecht: Das Urheberpersönlichkeitsrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Fromlowitz, Das Urheberpersönlichkeitsrecht und das allgemeine Persönlichkeitsrecht, Diss. Marburg, 1. Auflage, Peter Lang 2014


Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, LL.M. Eur., Frankfurt a.M.



Das Verhältnis zwischen dem Urheberpersönlichkeitsrecht und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht ist seit jeher umstritten. Dabei ist die Diskussion um dieses Spannungsverhältnis in Bezug auf das Urheberpersönlichkeitsrecht keineswegs rein akademischer Natur: Denn gerade der Monismus des deutschen Urheberrechts bedeutet für das Urheberpersönlichkeitsrecht nicht nur ein Werk-, sondern zugleich ein Persönlichkeitsschutz mit unmittelbarem Bezug zur wirtschaftlichen Verwertungsmöglichkeit des Werkes (näher hierzu Rehbinder/Peukert, Urheberrecht, 17. Auflage 2015, Rn. 52, 131 u. 536). Dem Titel nach ist die Dissertation von Patrick Fromlowitz, die im Mai 2013 an der Philipps-Universität Marburg angenommen und nunmehr in der Schriftenreihe zum Handels- und Wirtschaftsrecht im Hause Peter Lang erschienen ist, in diese Schnittstelle mit einer hohen theoretischen und praktischen Relevanz einzuordnen.


So zeichnet der Verfasser im ersten Teil seiner Untersuchung die Entwicklungslinien innerhalb der Literatur, der Gesetzgebung und Rechtsprechung nach. Hierbei ist insbesondere – auch für die heutige Diskussion höchst relevant – hervorzuheben, dass Fromlowitz mit der Darstellung der Literaturansichten, insbesondere durch die Rekonstruktion der Argumentation von Kant und Bluntschli den naturrechtlichen Kern des Rechts herausarbeitet und sodann mit der Darstellung der Entwicklung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts im Lichte verfassungsrechtlicher Vorschriften den Wandel zu einem „positivierten“, wenngleich noch nicht vollumfänglich kodifiziertem Recht festhält ...

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