Schadensersatz im Arbeitsverhältnis

von Olaf Moegelin

Es lässt sich nicht vermeiden, dass es im Laufe des Arbeitsverhältnisses sowohl auf Seiten des Arbeitnehmers als auch des Arbeitgebers durch fahrlässige oder gar vorsätzliche Handlungen Schäden an Gesundheit, Eigentum oder Vermögen verursacht werden. In diesem Fall steht die Frage nach Ersatzansprüchen und deren Höhe im Raum.

Die Haftung des Arbeitnehmers

Der Arbeitnehmer kann auf vielfältige Weise Rechtsgüter (Eigentum, Vermögen etc.) seines Arbeitgebers beeinträchtigen. Soweit er nicht vorsätzlich handelt, kann er in der Regel mit deutlichen Haftungserleichterungen – bis hin zur vollständigen Freistellung, rechnen.

Haftung bei betrieblich veranlasstem Handeln

Als betrieblich veranlasst gelten solche Tätigkeiten, die arbeitsvertraglich übertragen worden sind oder die der Arbeitnehmer im Interesse des Arbeitgebers für den Betrieb ausführt. Das Handeln braucht dabei nicht zum eigentlichen Aufgabengebiet des Beschäftigten gehören, ausreichend ist, wenn er im wohl verstandenen Interesse des Arbeitgebers tätig wird Das Handeln ist betrieblich veranlasst, wenn bei objektiver Betrachtungsweise aus der Sicht des Schädigers im Betriebsinteresse zu handeln war, sein Verhalten unter Berücksichtigung der Verkehrsüblichkeit nicht untypisch war und keinen Exzess darstellte. Der betriebliche Charakter der Tätigkeit geht nicht dadurch verloren, dass der Arbeitnehmer bei der Durchführung der Tätigkeit grob fahrlässig oder vorsätzlich seine Verhaltenspflichten verletzt, auch wenn ein solches Verhalten grundsätzlich nicht im Interesse des Arbeitgebers liegt. Ein Arbeitnehmer hat nach den vom Großen Senat des Bundesarbeitsgerichts entwickelten Grundsätzen einen von ihm vorsätzlich verursachte Schäden in vollem Umfang zu tragen – bei leichtester Fahrlässigkeit haftet er dagegen nicht ...

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