Weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz nach Sturz im Treppenhaus.

von Daniela Kühnlein

Wer in einem erkennbar frisch geputzten Treppenhaus ausrutscht, weil er sich nicht am Geländer festhält, ist selbst schuld und bekommt weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz.

Das hat das Amtsgericht (AG) München mit Urteil vom 12.09.2013 – 454 C 13676/11 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall war die Klägerin im Treppenhaus des Anwesens, in dem sie eine Wohnung gemietet hatte, gestürzt, weil der Boden des Treppenhauses kurz zuvor gereinigt worden und deshalb rutschig war.

Ihre Klage gegen den Vermieter auf Schmerzensgeld und Schadensersatz wegen der durch den Sturz erlittenen Verletzungen wies das AG München ab, wobei es von einem 100 prozentigen Mitverschulden der Klägerin an dem Unfall ausging.

Das AG lastete der Klägerin an, bei der Benutzung des Treppenhauses die Sorgfalt außer Acht gelassen zu haben, die nach Lage der Sache erforderlich erschien, um sich selbst vor Schaden zu bewahren.
Sie habe sich beim Betreten des Treppenhauses offenbar nicht ausreichend am Treppengeländer festgehalten, obwohl die Gefahr des Ausrutschens offensichtlich bestand ...

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