Urteil: Die frisch gewischte Treppe und ausgerutscht...

Amtsgericht München, Urteil vom 12.9.2013 - 454 C 13676/11 Urteil: Die frisch gewischte Treppe und ausgerutscht... Der Boden des Treppenhauses war gerade gereinigt worden und deshalb rutschig. Ein Mieter des Hauses rutschte aus und brach sich den Oberarmknochen. Dieser verlangt ein Schmerzensgeld von mindestens 80.000 Euro und weitere 947 Euro monatlich bis zum 01.01.2031.

Wer in einem erkennbar frisch geputzten Treppenhaus ausrutscht, weil er sich nicht am Geländer festhält, ist selbst schuld und bekommt weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz, so das Urteil des Amtsgerichts München (454 C 13676/11)

Der Sachverhalt

Der Kläger ist Mieter einer Wohnung in München. Im Juli 2009 stürzte er im Treppenhaus und erlitt eine dislozierte Humerusfraktur. Noch am gleichen Tag musste er operiert werden. Seitdem leidet er an Schmerzen und hat massive Bewegungseinschränkungen.

Am Arm hat er eine 11 Zentimeter lange Narbe. Er hat wegen der Folgen des Unfalls Depressionen. Er erhält Rente wegen voller Erwerbsminderung und ist zu 50 % aufgrund des Unfalls schwerbehindert.

Ursache des Sturzes

Ursache des Sturzes war, dass der Boden des Treppenhauses kurz zuvor gereinigt worden war und deshalb rutschig war. Warnschilder seien nicht aufgestellt gewesen.

Schmerzensgeldforderung

Der Kläger hält einen Schmerzensgeld von mindestens 80.000 Euro für angemessen. Er verlangt außerdem Schadensersatz in Höhe von monatlich 947 Euro bis zum 1.1.2031, die Differenz zwischen dem Einkommen, was er bei Erwerbsfähigkeit erzielen könnte und der tatsächlichen Rentenzahlung. Die Haftpflichtversicherung der Vermieterin erkannte die Haftung dem Grunde nach an, bezahlte einen Schmerzensgeldvorschuss in Höhe von 3500 Euro und erstattete 140 Euro für ärztliche Attest Kosten. Weitere Zahlungen sind nicht erfolgt ...

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