Urteil zu Dioxin im Futtermittel - Schadensersatzanspruch eines Landwirts

Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 03.03.2015 - 2 U 111/14 Urteil zu Dioxin im Futtermittel - Schadensersatzanspruch eines Landwirts Das Oberlandesgericht Oldenburg hat durch Urteil (Az. 2 U 111/14) hat eine Futtermittelherstellerin zur Zahlung von Schadensersatz für die Lieferung dioxinbelasteten Futters verurteilt. Der Sachverhalt

Die Herstellerin von Mischfutter belieferte den Beklagten, der eine Legehennenanlage betreibt, mit Futtermitteln. Bei einer von der Herstellerin durchgeführten Eigenuntersuchung in ihrem Betrieb wurde festgestellt, dass die Dioxinkonzentration des Futtermittels den gesetzlichen Grenzwert überschritt.

Die Ursache lag in verunreinigten Fetten, die die Herstellerin von einer anderen Firma bezogen hatte. Das Untersuchungsergebnis lag der Herstellerin am 22. Dezember 2010 vor. Das für die Legehennenanlage des Beklagten gelieferte Futter war zu diesem Zeitpunkt bereits verfüttert.

Über den Jahreswechsel 2010/2011 sperrte der Landrat zwei Ställe des Beklagten. Die Herstellerin erstattete dem Beklagten den Schaden, der durch die Entsorgung von Eiern entstand, nicht jedoch Umsatzeinbußen in Höhe von rund 43.000 €. Zu diesen Einbußen kam es, weil auch nach Aufhebung der Handelssperre produzierte Eier nicht oder nur zu einem geringeren Preis vermarktet werden konnten.

Mit ihrer Klage verlangte die Futtermittelherstellerin die Bezahlung von rund 20.000 € für andere, nicht streitige Futtermittellieferungen. Der Landwirt rechnete dagegen mit seiner Schadensersatzforderung auf und verlangte daraus die Zahlung von 23.000 €.

Das Landgericht und der 12. Zivilsenat des Oberlandesgerichts gaben dem Landwirt Recht ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK