Schwerer Unfall beim Motocross-Training ohne Streckenposten – Keine Haftung des Vereins

Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht hatte am 19.2.2015 über einen schweren Unfall auf einer Motocrossanlage während des Trainings zu entscheiden.

Der Fall:

Der Kläger (es handelte sich hier um ein zum Unfallzeitpunkt neun Jahre altes Kind!) befuhr im Rahmen eines sogenannten freien Kindertrainings mit seiner(Kinder)-Motocrossmaschine die Motocrossbahn des Beklagten Vereins in Nordfriesland. Der Vater begleitete das Kind. Nach dem Überspringen einer Kuppe kam der Kläger bei der Landung zum Sturz. Der hinter ihm fahrende Fahrer (ebenfalls eins Kind) konnte dem verunfallten Kläger nicht mehr ausweichen, da die Unfallstelle für ihn nicht einsehbar war. Er überfuhr den Kläger und verletzte ihn schwer an Kopf und Hals. Schließlich verklagte das verletzte Kind den Verein, der die Motocross-Anlage betrieb, auf Schmerzensgeld mit der Argumentation, dass die Benutzung der Bahn durch Streckenposten hätte abgesichert werden müssen.

Die Entscheidung: Das Oberlandesgericht sah im vorliegenden Fall keine Verpflichtung des Anlagenbetreibers, Streckenposten bei einem freien Training aufzustellen. Es vertrat die u.a ...

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