Schätzgrundlage zur Ermittlung der ersatzfähigen Kosten für die Anmietung eines Unfallersatzfahrzeuges.

von Ingo Julian Rösch

Der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat mit Urteil vom 24.03.015 – I-1 U 42/14 –

  • den Frauenhofer-Marktpreisspiegel als vorzugswürdige Schätzungsgrundlage

zur Ermittlung der "Normaltarife" für die Anmietung eines Unfallersatzfahrzeuges bei der Schadensberechnung erklärt.

Danach ist

  • eine Schadensschätzung aufgrund des Frauenhofer-Marktpreisspiegels

sowohl einer Schätzung nach der "Schwacke-Liste" als auch einer Schätzung anhand eines Mittelwerts aus beiden Listen vorzuziehen.

Wie der Senat ausführte,

  • entsprechen die vom Frauenhofer-Institut durch anonyme Marktabfragen ermittelten Preise dem wirklichen Angebotsspektrum am ehesten,
  • weil sie auf einer "realen Anmietsituation" beruhen.

Demgegenüber seien - gerade nach Wegfall des Rabattgesetzes - Zweifel angebracht, ob die Tarife der Schwacke-Liste, die im Wesentlichen auf den Preisinformationen der Anbieter beruhten, den wirklichen Markt noch realistisch abbilden. Die Tarifermittlungen der Schwacke-Liste lassen nämlich unberücksichtigt, dass viele Mietwagenanbieter von den veröffentlichten Listenpreisen aus Wettbewerbsgründen nach unten abweichen ...

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