Entschädigung ggf. auch bei Umbuchung der Teilnehmer einer Flugpauschalreise

von Julia Zeisler

Die Kläger buchten bei einem Reiseveranstalter eine Flugpauschalreise in die Türkei. Der Hinflug von Düsseldorf nach Antalya, den die beklagte Fluggesellschaft durchführen sollte, war für den 28. Oktober 2011 um 9.00 Uhr vorgesehen. Am 14. Oktober 2011 teilte der Reiseveranstalter den Reisenden mit, sie seien auf einen anderen Flug umgebucht worden, der erst um 15.30 Uhr starte. Dieser spätere Flug fand dann wie geplant statt.

Die Kläger verlangen von dem beklagten Luftverkehrsunternehmen nun eine Ausgleichszahlung wegen Nichtbeförderung entsprechend der Fluggastrechteverordnung. Sie sehen in der Umbuchung eine Nichtbeförderung auf dem ursprünglich gebuchten Flug und verlangen deshalb eine Ausgleichszahlung in der nach der Verordnung vorgesehenen Höhe von 400 € pro Person.

Die Richter am BGH haben hierzu entschieden, dass der Ausgleichsanspruch wegen Nichtbeförderung zwar grundsätzlich voraus setze, dass der Fluggast nicht nur über eine bestätigte Buchung für den betreffenden Flug verfüge, sondern sich auch zur angegebenen Zeit zur Abfertigung (“Check-in”) einfinde und ihm der Einstieg (“Boarding”) gegen seinen Willen verweigert werde ...

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