Datenschutz bei der Entwicklung von Apps – was ist zu beachten?

von Dr. Kerstin Heiß

Wird eine App nicht in Einklang mit den datenschutzrechtlichen Vorgaben angeboten, weil unzulässig personenbezogene Daten erhoben und verwendet werden, können den App-Anbieter als verantwortliche Stelle im Sinne des Datenschutzes aufsichtsrechtliche Maßnahmen oder Bußgelder treffen. Aber insbesondere App-Entwickler sollten bereits in der Entstehungs- und Entwicklungsphase einer App die Datenschutzvorgaben kennen und durch datenschutzgerechte Gestaltung (privacy by design) und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (privacy by default) dafür Sorge tragen, dass die App später ohne datenschutzrechtliche Mängel angeboten werden kann.

Datenschutzrechtliche Anforderungen beim Umgang mit personenbezogenen Daten

Soweit personenbezogene Daten zur Bereitstellung des Telemedienangebots erhoben und verwendet werden sollen, bedarf es entweder einer Erlaubnis dazu in einer Rechtsvorschrift, die sich ausdrücklich auf Telemedien bezieht oder einer Einwilligung des Nutzers, um die personenbezogenen Daten zulässigerweise erheben und verwenden zu können (vgl. § 12 Abs. 1 TMG).

Gem. § 14 TMG darf ein Diensteanbieter personenbezogene Daten eines Nutzers nur erheben und verwenden, soweit sie für die Begründung, inhaltliche Ausgestaltung oder Änderung eines Vertragsverhältnisses zwischen dem Diensteanbieter und dem Nutzer über die Nutzung von Telemedien erforderlich sind. Welche personenbezogenen Daten konkret für diese Zwecke erforderlich sind, wird durch den jeweiligen Nutzungsvertrag bestimmt, der zwischen dem Diensteanbieter und dem Nutzer abgeschlossen wird.

Zu den sog. Bestandsdaten können insbesondere Name, Anschrift, Rufnummer, Registrierungsdaten und Zahlungsdaten zählen ...

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