Vertragsschluss durch kaufmännisches Bestätigungsschreiben?

Vertragsschluss durch kaufmännisches Bestätigungsschreiben?

Ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben muss sich bekanntlich auf vorangegangene Vertragsverhandlungen beziehen, mit denen ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang besteht. Dabei ist zu unterscheiden, ob das Schreiben nach seinem Inhalt den Vertrag erst zustande bringt (Auftragsbestätigung) oder ob es das Ergebnis vorangegangener Verhandlung verbindlich festlegt (Bestätigungsschreiben). Nach Auffassung des OLG Dresden (Urt. v. 31.07.2012 – 5 U 1192/11) bestätigt durch die zurückgewiesene Nichtzulassungsbeschwerde des BGH (Beschluss vom 27.08.2014 – XII ZR 235/12) darf ein Bestätigungsschreiben Abweichungen von dem Besprochen enthalten, soweit der Absender redlicherweise davon ausgehen kann, dass der Empfänger noch einverstanden ist. Dem entschiedenen Fall lag ein 4 %iger Preisnachlass, sowie eine 2 %ige Skontozahlung und die Geltung der VOB als abändernde Abweichung zugrunde ...

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