Unfallversicherung muss Suizid beweisen

von Thorsten Blaufelder

Mrz 25

Hinterbliebene müssen gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung nicht beweisen, dass der auf dem Arbeitsweg zu Tode gekommene Versicherte keinen Suizid begangen hat. Bei Zweifeln muss vielmehr der Unfallversicherungsträger die Selbsttötung nachweisen, entschied das Bayerische Landessozialgericht (LSG) in München in einem am Freitag, 20.03.2015, bekanntgegebenen Urteil (AZ: L 3 U 365/14).

Konkret ging es um einen tödlichen Verkehrsunfall eines verheirateten selbstständigen Finanzmaklers. Der Mann war im Januar 2012 frontal mit einem Lkw zusammengestoßen. Die Ursache des Unfalls konnte nicht geklärt werden. Der freiwillig unfallversicherte Finanzmakler hatte weder gesundheitliche Beeinträchtigungen noch stand er unter Alkoholeinfluss. Auch die Sicht war einwandfrei. Bremsspuren wurden nicht gefunden. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der Mann mit über 20.000,00 € verschuldet war ...

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