StMGP: Neugeborenen-Screening hilft vielen Kindern in Bayern – Gesundheitsministerin Huml: In 15 Jahren bei 1.335 Säuglingen Stoffwechsel- oder Hormonstörung entdeckt

25. März 2015

In Bayern ist durch das sogenannte Neugeborenen-Screening bei mehr als 1.300 Kindern eine schwere angeborene Stoffwechsel- oder Hormonstörung entdeckt worden. Darauf verwies Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch in Erlangen. Diese Untersuchungen waren vor rund 15 Jahren eingeführt worden.

Huml, die selbst Ärztin und Mutter ist, betonte: “Das Neugeborenen-Screening kann Kinderleben retten. Konkret wurde auf diese Weise von 1999 bis Ende 2013 in Bayern bei 1.335 Säuglingen eine schwere angeborene Stoffwechsel- oder Hormonstörung frühzeitig erkannt. Dadurch war eine schnelle Behandlung möglich.”

In Bayern kommen pro Jahr rund 100 Kinder mit einer angeborenen Stoffwechsel- oder Hormonstörung zur Welt. Ohne Behandlung kann diese Störung zu schwersten geistigen und körperlichen Behinderungen führen – zum Teil sogar zum Tod. Aus diesem Grund wurde im Freistaat auf Initiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums im Jahr 1999 im Rahmen eines Modellprojekts das Neugeborenen-Screening in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eingeführt. Dabei werden Säuglinge gleich nach der Geburt auf 14 angeborene Stoffwechselkrankheiten untersucht. Seit 2005 sind diese Untersuchungen nach bayerischem Vorbild eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Jährlich werden in Bayern nach Angaben des LGL rund 105.000 Neugeborene untersucht.

Huml unterstrich: “Mit dem so wichtigen Neugeborenen-Screening hat Bayern bundesweit eine Vorreiterrolle im Bereich der Kindergesundheit übernommen. Bis Ende 2013 wurden in Bayern mehr als 1,6 Millionen Kinder gescreent. Das entspricht über 99 Prozent der bayerischen Neugeborenen ...Zum vollständigen Artikel

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