Medical Apps – eine neue Methode für eine zuverlässige (Selbst)Diagnose?!?

von Jennifer Jähn

Smartphones und Tablets gehören schon seit Langem in vielfältiger Art und Weise zum alltäglichen Leben eines jeden dazu, hauptsächlich mit dem Ziel „Verbesserung und Vereinfachung des Alltags“. Auch innerhalb des klinischen Alltags scheinen sich diese Technologien mittlerweile etabliert zu haben. Das Angebot an entsprechenden Apps sowohl für Patienten als auch für Ärzte ist riesig. So gibt es neben den Gesundheits-Apps ebenso Apps mit medizinischer Zweckbestimmung. Bezeichnet werden diese Apps wiederum als sogenannte Medical-Apps („Medizinische Apps“).

Was ist darunter zu verstehen?

Medical Apps sind Anwendungen, die detailliert medizinisches Wissen und individuelle Patientendaten zusammenbringen, sodass eine klarere bzw. zutreffendere Diagnose sowie folglich auch eine optimale Behandlung möglich sein sollen. Beispielsweise können mit Hilfe dieser Apps Medikamente dosiert, die Anwendungsdauer einer Strahlentherapie berechnet, Röntgenbilder eingelesen, Muttermale dokumentiert oder sogar der Blutdruck gemessen werden. Damit könnte eine nahezu vollumfängliche medizinische Versorgung gewährleistet werden. Gesundheits-Apps dienen im Gegensatz dazu lediglich der Vergabe von Tipps und Vorschlägen für eine bessere und gesunde Lebensweise ohne eine medizinische Komponente. Sie vermessen die körperliche Fitness des Anwenders und informieren eher beiläufig über Krankheiten.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Entscheidend dafür, ob und welche rechtlichen Rahmenbedingungen einschlägig sind, ist die Einordnung einer App als ein Medizinprodukt oder als eine normale App. Wird eine App als ein Medizinprodukt kategorisiert, ist das Gesetz über Medizinprodukte einschlägig (MPG). ISd. § 3 Nr ...

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