Arbeitszeitgutschrift nach Sturm „Ela“

von Thorsten Blaufelder

Mrz 25

Das sogenannte Wegerisiko für das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz liegt üblich beim Arbeitnehmer. Eine Betriebsvereinbarung kann davon aber zugunsten der Arbeitnehmer abweichen, wie am Montag, 23.03.2015, das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf zum Sturm „Ela“ entschied (AZ: 9 TaBV 86/14).

Orkantief „Ela“ tobte am Abend des 09.06.2014 über der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Vier Menschen kamen ums Leben, Tausende Bäume knickten um – auf Häuser, Autos und Straßen.

Am Folgetag kamen viele Arbeitnehmer viel zu spät oder auch gar nicht an ihrem Arbeitsplatz an. Üblich ist dieses „Wegerisiko“ auch bei einem Sturm wie „Ela“ Privatsache der Arbeitnehmer. Ausgefallene Arbeitszeit müssen sie daher nacharbeiten oder die Vergütung entfällt.

Im konkreten Fall eines Versicherungsunternehmens gab es allerdings eine Betriebsvereinbarung. Danach sollen Arbeitsausfälle aufgrund von „Naturkatastrophen“ den Mitarbeitern gutgeschrieben werden ...

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