StMGP: Gesundheitsministerin Huml baut Allergieforschung aus – Neue Studie der LMU: Allergien sind keine Folge von übertriebener Hygiene

24. März 2015

Allergien und Asthma bei Kindern sind keine Folge von übertriebener Hygiene und Sauberkeit im Haushalt. Das geht aus einer aktuellen Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hervor, wie Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Dienstag in München mitteilte.

Die Ministerin erläuterte: “Die Ergebnisse bisheriger Untersuchungen wurden so gedeutet, dass ein Zuviel an Hygiene und Sauberkeit im Haushalt die Allergieentstehung bei Kindern eher fördert. Forscher der LMU haben nun aber herausgefunden, dass dies nicht bestätigt werden kann.” Huml fügte hinzu: “Allergien sind weltweit auf dem Vormarsch. Als Gesundheitsministerin und Ärztin ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Ursachen herauszufinden und eine bestmögliche medizinische Versorgung für die Betroffenen sicherzustellen. Deshalb werden wir auch in Zukunft Mittel für die Allergieforschung bereitstellen.”

Basis der neuen Forschungsergebnisse war die vom Bayerischen Gesundheitsministerium geförderte Studie “Prospektive Untersuchung der Lebensstilfaktoren im Großraum München auf die Entstehung von Asthma und Allergien im Kindesalter”. Im Rahmen dieser 1999 aufgestellten “PAULA-Kohorte” (Perinatale Asthma Umwelt Langzeit Allergiestudie) haben Forscher um Professorin Erika von Mutius, Leiterin der Asthma- und Allergieambulanz am Dr. von Haunerschen Kinderspital, über Jahre hinweg wiederholt in 400 Familien aus München und dessen Vororten das Hygieneverhalten von Kindern sowie die Putzgewohnheiten in diesen Haushalten untersucht. Forschungsfragen waren zum Beispiel, wie häufig sich die Kinder die Hände waschen, ob die Straßenschuhe ausgezogen werden und wie oft die Böden geputzt werden und die Bettwäsche gewechselt wird ...

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