VG Mainz: Berechtigtes Interesse an der Haltung eines gefährlichen Hundes?

Verwaltungsgericht Mainz, Beschluss vom 18.03.2015 - 1 L 72/15.MZ VG Mainz: Berechtigtes Interesse an der Haltung eines gefährlichen Hundes? Eine Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes darf einer Person versagt werden, die ein solches Tier zur Vermeidung eines Tierheimaufenthalts von einem Hundehalter ohne Erlaubnis übernimmt, dieser jedoch weiter eine Einwirkungsmöglichkeit auf den Hund behält. Der Sachverhalt

Im Mai 2014 erwarb ein junger Mann in Norddeutschland einen Hund („Angel“). Eine klinische Diagnostik ergab, dass es sich bei dem Tier um einen American Staffordshire Terrier handelt, der nach dem rheinland-pfälzischen Gesetz über gefährliche Hunde aufgrund der Rassevermutung als gefährlicher Hund gilt und für dessen Haltung eine besondere Erlaubnis erforderlich ist. Diese wird nur erteilt, wenn "ein berechtigtes Interesse" an der Haltung des gefährlichen Hundes besteht.

Die zuständige Verwaltungsbehörde kündigte die Versagung der Erlaubnis an und lehnte später dem Vater, der zwischenzeitlich den Hund übernommen hatte, die Erlaubnis ab. Sie ordnete mit sofortiger Wirkung die Sicherstellung des Hundes an.

Zur Begründung eines gerichtlichen Eilantrags machte der antragstellende Vater geltend, er habe den Hund übernommen, um ihm einen Aufenthalt in einem Tierheim zu ersparen. Aus Tierschutzgründen habe er "ein berechtigtes Interesse" an der Haltung des Hundes.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz (1 L 72/15.MZ)

Das Verwaltungsgericht lehnte den Eilantrag ab. Dem Antragsteller sei die Erlaubnis zur Haltung des gefährlichen Hundes zu Recht versagt worden. Zwar habe der Landesgesetzgeber geregelt, dass ein berechtigtes Interesse an der Hundehaltung ausnahmsweise bestehe, wenn dadurch ein Aufenthalt des Hundes in einem Tierheim vermieden werde. Eine solche Situation könne im vorliegenden Fall nicht bejaht werden ...

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