Penell GmbH: Investorencall ermutigt Anleihegläubiger aktiv zu werden

Penell GmbH: Investorencall ermutigt Anleihegläubiger aktiv zu werden

Anleger, die aktiv werden und nicht die Hände in den Schoß legen, können ihren Schaden ersetzt erhalten. Auf diese Faustformel kann man die Aussage bringen, die am 06. März 2015 im Rahmen einer telefonischen Konferenz (= Investorencall) den Anlegern zugerufen wurde. Der Gemeinsame Vertreter der Anleihen (One Square Advisors), der Sicherheitentreuhänder (MSW GmbH) und der Insolvenzverwalter (Dr. Dr. Jan Markus Plathner) klärten über den Finanzskandal Penell im südhessischen Ober-Ramstadt schonungslos auf. Aktive Anleger können dennoch möglicherweise 100 % zurück erhalten.

Realität und Zahlenwerk stimmten bei Penell schon seit langem nicht mehr überein. Sicherheiten, die man vorgaukelte für die Anleihegläubiger zur Verfügung stellen zu wollen, waren viel geringer und schon lange für die DZ Bank reserviert. Das allerdings waren nicht die einzigen Luftnummern, die bei dem Kabelgrossisten zu Buche schlugen und in denen auch Banken Kenntnisse hatten. Das alles ist der Stoff, um die Finanzinstitute in die Haftung zu ziehen.

Penell nicht kapitalmarktfähig

Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen MSW, das als Sicherheitentreuhänder für die Anleger eine wichtige Rolle übernahm, führte auch die Prüfung des Warenbestandes ab November 2014 durch. Es erhielt Mitte Dezember 2014 den Auftrag, gutachterlich festzustellen, wie es um das Schicksal des Unternehmens bestellt sei. Schnell wurde den Wirtschaftsprüfern aus Berlin klar, dass es keine Zukunft mehr für das Unternehmen in Ober-Ramstadt geben würde. Eigentlich - so die Aussage des Wirtschaftsprüfers Manthey in der Telefonkonferenz - sei Penell für eine Anleiheemission gar nicht erst reif gewesen.

MSW versuchte deshalb sehr schnell für die Anleger der Penell-Anleihe andere Sicherheiten zu finden. Fündig wurden sie bei dem Unternehmen Synchroplus ...

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