Ärztliches Aufklärungsgespräch und Fachbegriffe

von Dr. Matthias Müller

Benutzt ein aufklärender Arzt beim Aufklärungsgespräch keine Fachausdrücke, kann dies nicht zu seinem Nachteil sein. Dies entschied das OLG Koblenz in einem Beschluss vom 21. November 2014 (5 U 1087/14). Der Fall Eine Patientin verlangte nach Durchführung einer Knie-Operation Schadensersatz. Die von ihr erhobene Klage war im Wesentlichen darauf gestützt, dass sowohl die therapeutische Aufklärung als auch die Risikoaufklärung unvollständig und fehlerhaft gewesen seien. Insbesondere vertrat sie die Ansicht, über das Risiko einer Arthrofibrose nicht aufgeklärt worden sei. Tatsächlich seien die mit der Knie-Operation einhergehenden Risiken herunter gespielt oder verharmlost worden. Bezüglich der Aufklärung war dokumentiert: „Verkalkung in benachbarten Muskeln, die z. T. zu erheblichen Bewegungseinschränkungen führen können und u. U. langdauernde krankengymnastische oder ggf. auch operative Nachbehandlungen erfordern“. Ferner sind „Funktions- und Bewegungseinschränkungen“ in der Checkliste zur OP-Einverständniserklärung ausdrücklich genannt. Die Entscheidung In seinem Beschluss vom 21. November 2014 (5 U 1087/14) weist das OLG Koblenz den geltend gemachten Anspruch der Patientin zurück ...

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