Rechte und Pflichten im Ausbildungsverhältnis

von Olaf Moegelin

Die Parteien des Ausbildungsverhältnisses bezeichnet man als Ausbilder und Auszubildenen (Azubi). Sie schließen einen Ausbildungsvertrag, dessen Rechte und Pflichten durch diverse Gesetze reglementiert ist, unter anderem das Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Der Berufsausbildungsvertrag

Die wesentlichen Vertragsbestandteile eines Berufsausbildungsvertrages richten sich nach §§ 10, 11 BBiG. Im Vertragstext müssen folgende Bestandteile auf jeden Fall vorhanden sein:

  1. Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll,
  2. Beginn und Dauer der Berufsausbildung,
  3. Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte,
  4. Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit,
  5. Dauer der Probezeit,
  6. Zahlung und Höhe der Vergütung,
  7. Dauer des Urlaubs.
  8. Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann,
  9. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind.

Die elektronische oder auch mündliche Vereinbarung ist ausgeschlossen. Die Parteien haben den Vertrag eigenhändig zu unterzeichnen. Für den häufigen Fall, das der Azubi noch minderjährig ist, haben seine gesetzlichen Vertreter, im Regelfall also die Eltern zusätzlich zu unterzeichnen.

Pflichten des Auszubildenen

Auszubildende haben sich zu bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist Die Pflichten des Azubi sind in § 13 BBiG wie folgt geregelt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK