8C_641/2014: Keine reduzierte Insolvenzentschädigung bei Verletzung der Schadenminderungspflicht

von Roland Bachmann
Die Arbeitnehmerin A. war während 30 Jahren bei der B. AG beschäftigt und zuletzt als Gerantin in einem Teilzeitpensum zu einem Bruttolohn von CHF 5'000 tätig. Ab September 2011 wurde der Lohn zunächst gar nicht und später nur noch teilweise und in kleinen Raten ausbezahlt. A. liess sich die ausstehenden Beträge von der B. AG regelmässig unterschriftlich bestätigen. Im Mai 2013 meldete die B. AG Insolvenz an, worauf A. einen Antrag auf Insolvenzentschädigung stellte und CHF 43'649 geltend machte (Urteil 8C_641/2014 vom 27. Januar 2015).

Die öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Basel-Stadt lehnte eine Leistungspflicht ab, weil A. ihrer Schadenminderungspflicht nicht genügend nachgekommen sei. Das Sozialversicherungsgericht hob den Entscheid auf und stellte fest, es sei eine reduzierte Insolvenzentschädigung zuzusprechen. Die Schadenminderungspflicht wiege nicht derart schwer, dass ein vollständiger Wegfall der Leistungen gerechtfertigt wäre (E. 3.1) ...Zum vollständigen Artikel

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