Schüler-Unfall auf der Toilette

Die 19. Kammer des Sozialgerichts Osnabrück hat mit Urteil vom 3. April 2014 entschieden (Az.: S 19 U 103/12), dass grundsätzlich alle eigenwirtschaftlichen Tätigkeiten während des Schulbesuchs nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung abgedeckt sind. Wenn sich dabei das besondere Gefahrenmoment verwirklicht, das sich aus dem typischen Gruppenverhalten von Schülern und Jugendlichen ergibt, besteht dennoch Versicherungsschutz.

Ein Schüler an einem Gymnasium und späterer Kläger wollte am Unfalltag in der Pause zusammen mit einem Mitschüler die Toilette aufsuchten und erhielt dabei von einem anderen Mitschüler, der sich im Toilettenbereich aufhielt, einen Stoß in den Rücken. Daraufhin stürzte er, schlug mit dem Oberkiefer an den Eckpfosten einer Toilettenkabine auf und schlug sich ein Stück seines rechten oberen Schneidezahns ab.

Der Antrag des Vaters des Klägers wurde von der Unfallversicherung abgelehnt, dies als Schul- oder Arbeitsunfall zu werten. Ebenso wie Essen und Trinken zähle der Gang zum WC zu den privaten unversicherten Tätigkeiten ...

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