Sonnenfinsternis 2015 – Wer haftet bei Blackout?

19. März 2015

Energiewirtschaft

Am 20. März 2015 wird die Sonne über Deutschland aufgrund einer partiellen Sonnenfinsternis bis zu 82 Prozent bedeckt sein. Auf das Ereignis freuen sich professionelle Sonnenbeobachter und Amateure. Doch was bedeutet die Sonnenfinsternis für die Stromnetze?

Für Stromnetzbetreiber ist die partielle Sonnenfinsternis eine Herausforderung. Denn im Verlauf des Ereignisses wird die Einspeisung aus Photovoltaik-Anlagen „einknicken“. Wie stark die installierte Photovoltaik-Leistung von mittlerweile rund 39.000 MW innerhalb kürzester Zeit zunächst zurückgehen und dann wieder ansteigen wird, hängt vom Wetter ab. Die Marktakteure haben sich auf dieses Ereignis sorgfältig vorbereitet. Doch was passiert, wenn diese Vorbereitungen nicht ausreichen?

Übertragungsnetzbetreiber stellen Stromversorgung sicher

Nach § 13 EnWG haben die Übertragungsnetzbetreiber für die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu sorgen. Dies bedeutet, dass grundsätzlich jeder den von ihm benötigten Strom geliefert bekommt. Dies gilt auch dann, wenn derjenige Strom, der von dem eigenen Stromlieferant eingekauft wurde, nicht erzeugt wird, z.B. weil keine Sonne scheint. Die Übertragungsnetzbetreiber stellen diese Lieferungen sicher, indem sie im Rahmen ihrer Systemverantwortung in erster Linie netzbezogene Maßnahmen wie z.B. Netzschaltungen und nachrangig marktbezogene Maßnahmen wie z.B. den Einsatz von Regelenergie oder die Abschaltung von kontrahierten abschaltbaren Lasten vornehmen.

Sind diese Maßnahmen ausgeschöpft, sind die Übertragungsnetzbetreiber unter Einbeziehung der Verteilernetzbetreiber als ultima ratio dazu berechtigt, sämtliche Stromeinspeisungen, Stromtransite und Stromabnahmen anzupassen bzw. die entsprechende Anpassung zu verlangen. Dies kann im Ernstfall bedeuten, dass die Versorgung von bestimmen Verbrauchern unterbrochen wird ...

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