Exhibitionismus ist kein tätlicher Angriff

von Thorsten Blaufelder

Mrz 19

Opfer eines Exhibitionisten können wegen psychischer Folgeschäden keine staatliche Opferentschädigung beanspruchen. Die Entschädigung setzt einen unmittelbar auf den Körper zielenden gewaltsamen tätlichen Angriff voraus, ein solcher liege hier aber nicht vor, stellte das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in einem am Dienstag, 17.03.2015, veröffentlichten Beschluss klar (AZ: L 6 VG 4102/13). Die Stuttgarter Richter wiesen damit die Berufung einer psychisch kranken Frau zurück.

Die schwerbehinderte Klägerin hatte angegeben, dass sie nach zwei erlittenen sexuellen Übergriffen eine Posttraumatische Belastungsstörung bekommen habe. Sie verlangte daher eine staatliche Opferentschädigung. Bei einem Übergriff habe ein mittlerweile verstorbener Mann ihr seinen erigierten Penis gezeigt.

Vor dem LSG hatte die Frau jedoch keinen Erfolg ...

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