Wenn das Auto weg ist und der Kaskoversicherer bestreitet, dass es gestohlen wurde.

von Ingo Julian Rösch

Nimmt ein Versicherungsnehmer seinen Kasko-Versicherer wegen eines behaupteten und vom Versicherer bestrittenen Diebstahls des versicherten Kraftfahrzeugs auf Entschädigung in Anspruch und kann der Versicherungsnehmer

  • mangels Zeugen nicht den Vollbeweis für den nach der Rechtsprechung von ihm darzulegenden Mindestsachverhalt (der nach der Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit für einen Diebstahl spricht) führen,

nämlich den Beweis,

  • dass das entwendete Fahrzeug zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort abgestellt und dort nicht wiederaufgefunden wurde,

kann der Beweis auch

  • durch die informatorische Anhörung des Versicherungsnehmers (§ 141 Zivilprozessordnung (ZPO)) oder aber,
  • soweit die Voraussetzungen vorliegen, auch durch eine Vernehmung als Partei erfolgen (§§ 447, 448 ZPO; vgl. Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 30.01.2002 - IV ZR 263/00 -).

Insoweit ist zu berücksichtigen, dass die Rechtsprechung

  • von einer Redlichkeitsvermutung ausgeht,
  • die nur dann entfällt (bzw. "widerlegt" ist, vgl. BGH, Urteil vom 21.02 ...
Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK