Prostituierte darf Pseudonym nicht als Künstlername im Personalausweis führen

von Stephan Weinberger

Eine Prostituierte scheiterte mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin, mit der sie die Eintragung ihres “Künstlernamens” in den Personalausweis begehrte.

Die Klägerin betreibt einen Escortservice und setzt sich zugleich öffentlich für die Rechte von Prostituierten ein. Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit erfolgt jeweils unter einem Pseudonym. Dieses Pseudonym sollte das Bezirksamt Pankow von Berlin als Künstlernamen in den Personalausweis eintragen, so der Antrag der Klägerin. Die Behörde lehnte den Antrag ab, weil die Klägerin keine künstlerische Tätigkeit ausübe und unter diesem Namen auch nicht öffentlich bekannt sei.

Die Klägerin erwiderte, als Kultur- und Erotikbegleiterin arbeite sie mit ihrem Körper ebenso wie etwa eine Tänzerin. Dabei schlüpfte sie in verschiedene Rollen wie eine Schauspielerin und beeinflusse dadurch die Wahrnehmung des Betrachters. So löse sie Affekte in ihm aus, wie dies auch andere Künstler täten. Zudem sei sie als Advokatin für die politischen und sozialen Rechte von “Sexarbeitern” auch bekannt.

Die 23 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK