Aufgrund Verkehrsunfalls verpasstes Fußballspiel löst keinen Schadensersatzanspruch aus

von Daniel Nowack

Die Schadenspositionen nach einem Verkehrsunfall sind vielfältig. Sie umfassen jedoch nicht alles, was möglicherweise mittelbare Folge eines Verkehrsunfalls ist. Einen Schadensersatzanspruch abgelehnt hat das AG Mönchengladbach für den Fall, dass aufgrund eines Verkehrsunfalls die Anreise zu einem Fußballspiel vereitelt wurde.

Das AG entschied gegen den Kläger (Urteil vom 26.05.2014, Az.: 10 C 88/14). Ihm habe kein Anspruch auf Ersatz der Kosten für die Eintrittskarte zugestanden. Das Verpassen eines Fußballspiels stelle keinen ersatzfähigen Schaden dar.

Der Schadenersatzanspruch habe sich nach Ansicht des AG zunächst nicht aus § 7 oder § 18 StVG ergeben, denn dies hätte vorausgesetzt, dass ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt wurde. Keines davon sei hier der Fall gewesen.

Ein Anspruch aus § 823 Abs. 1 BGB scheide ebenfalls aus, so das AG. Dazu hätten das Leben, der Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht verletzt werden müssen. Dies sei hier nicht der Fall gewesen ...

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