Prozessbeginn im Coburger Schlachthof-Skandal

von Liz Collet

Die Betrügereien mit Ekelfleisch am ehemaligen Coburger Schlachthof beschäftigen ab 4. Mai 2015 das Landgericht Coburg; es hat Berichten des BR zufolge die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen.

Angeklagt wegen Betrugs und Beihilfe zum Betrug sind der Großschlachter, der Schlachthofleiter und seine Ehefrau; letztere war als Tierärztin tätig. Über Jahre hinweg sollen aus dem Schlachthof rund 21 Tonnen Rindfleisch an Metzger und Gastwirte verkauft worden sein, das laut Staatsanwaltschaft nicht verkehrsfähig war.
Das minderwertige Fleisch soll durch Mitarbeiter des Großschlachters aufbereitet worden sein, bevor es in den Handel gelangte. Betrogene seien nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Metzger und Kunden. Zwar habe es sich nicht um Gammelfleisch gehandelt. Eine Gefahr für die Kunden habe nicht bestanden. Verkauft worden sei sog. K3 Fleisch. Dabei handelt es sich um Ware, die nicht mehr in den Lebensmittelhandel gelangen darf.

Dem hauptangeklagten Großschlachter und Geschäftsführer der Firma Dellert Fleisch mit Sitz in Burgpreppach (Lkr ...

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