Kommentar: Endlich eine positive politische Nachricht für die Erneuerbaren Energien in Deutschland - Verbesserte Förderbedingungen für Erneuerbare Wärme

von Dr. Peter Nagel

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Über Jahre hinweg stagnierte der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor. So kam der Anteil der Erneuerbaren Wärme bis heute nicht über 10% hinaus - viel zu wenig, um selbst die schwachen deutschen Klimaschutzziele zu erreichen. Genau dies hat nun wohl die Bundesregierung im Vorfeld der Klimaschutzkonferenz in Paris im kommenden Dezember bewegt, längst überfällige Reformen im Wärmesektor anzustoßen. Im sogenannten Marktanreizprogramm (MAP) wurden nun substanzielle Verbesserungen vorgenommen.


Es bleibt nun zu hoffen, dass auch tatsächlich Hausbesitzer und Unternehmen zügig ihre Heizungsanlagen auf die vielfältigen Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien umrüsten. Ob dies gelingt ist zumindest fraglich, weil die Bundesregierung noch immer auch an der Förderung der Brennwerttechnik der Erdöl- und Erdgasheizungen festhält. Damit werden CO2-emittierende Heizungsanlagen sogar weiterhin noch mit Steuergeldern gefördert.


Sobald die verbesserten Förderbedingungen im MAP tatsächlich zu deutlich höherer Investitionstätigkeit führen, müsste die Bundesregierung auch die bereitgestellten Fördermittel erhöhen. Ansonsten droht ein Stopp der Förderungen mitten im laufenden Jahr, wie öfter in den letzten Jahren geschehen, wenn die Nachfrage nach Fördergeldern die bereitgestellten Haushaltsmittel überstiegen. Leider hatte die Bundesregierung die Haushaltsmittel für das MAP im Jahre 2015 gegenüber 2014 sogar gesenkt.


Eine kurze Übersicht der wichtigsten Verbesserungen


Generell werden höhere Fördersätze gewährt und neue innovative Anwendungen aufgenommen. Für fast alle Technologien und Sparten haben sich die Fördermöglichkeiten verbessert. Jeder Hauseigentümer kann damit die für ihn passende Lösung z. B. mit Solarthermie, Wärmepumpen, Pellets- und andere Bioenergieheizungen finden und sinnvoll in die Zukunft investieren ...

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