Die unterbliebene Beiziehung eines Verfahrensbeistands im Sorgerechtsverfahren

Wird in einem Sorgerechtsverfahren fehlerhaft ein Verfahrensbeistand nicht beigezogen und damit das betroffene Kind nicht ordnungsgemäß am Verfahren beteiligt, ist diesem gegenüber auch keine Entscheidung in der Sache getroffen worden, sodass die erstinstanzliche Entscheidung auch ohne Antrag aufgehoben und die Sache zurückverwiesen werden kann.

Die gemäß § 58 Abs. 1 FamFG statthafte Beschwerde des Verfahrensbeistandes hat in einem solchen Fall in der Sache insofern vorläufig Erfolg, als sie gemäß § 69 Abs. 1 Satz 2 FamFG zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und zur Zurückverweisung des Verfahrens an das Amtsgericht führt.

Eines besonderen Antrags hierfür bedarf es nicht, weil nach § 7 FamFG am Verfahren zu Beteiligende fehlerhaft nicht hinzugezogen worden sind1. Das Familiengericht hat es hier unterlassen, einen Verfahrensbeistand für das Kind zu bestellen ...

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