Gesamtstrafenbildung – und die Zäsurwirkung eines früheren Strafbefehls

Gemäß § 55 Abs. 1 Satz 1 StGB ist das Landgericht wegen der Zäsurwirkung des Strafbefehls gehindert, unter Einbeziehung der dort verhängten Geldstrafe “für alle Taten” eine einheitliche Gesamtfreiheitsstrafe zu bilden1, wenn diese zum Teil vor und zum Teil nach Erlass dieses Strafbefehls begangen wurden.

Vielmehr hat es aus der in diesem Strafbefehl verhängten Geldstrafe – sofern es diese nicht gemäß § 55 Abs. 1 Satz 1, § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB gesondert bestehen lässt – und der für die zuvor begangene Tat verhängten Einzelfreiheitsstrafe eine Gesamtstrafe sowie für die weiteren – für nach der früheren Verurteilung begangene Tate – verhängten Einzelstrafen eine weitere Gesamtstrafe bilden und im Tenor gesondert aussprechen müssen.

Dem darf das Gericht es nicht unter Hinweis auf eine mit dem Vorliegen einer Zäsurwirkung verbundene “Zufälligkeit” ausweichen2 ...

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