Datenschutz im Kinderzimmer – eine neue Runde wird eingeleitet

von Daniela Windelband

Wenn Kinder am Computer, Tablet oder Smartphone spielen bzw. im Internet surfen und sich in Sozialen Medien wie YouNow, YouTube, Facebook etc. ihre Zeit vertreiben, machen sich inzwischen viele Eltern Gedanken wer, was, wo lesen kann und welche Daten wohlmöglich für Werbezwecke genutzt werden. Ganz zu schweigen von der Problematik, dass nicht alle virtuellen Gesprächspartner „Gutmenschen“ sind. Soweit so bekannt – nun kündigt sich die nächste Runde im Kinderzimmer an. Der Spielzeughersteller Mattel will zum Herbst eine sprechende Barbie auf den Markt bringen. Dabei soll sich die „Hello Barbie“ mit den Kindern „unterhalten“ können. Dazu speichert sie, aktiviert durch sanften Druck auf ihre Gürtelschnalle, alle Gespräche und Geräusche aus dem Kinderzimmer in einer Cloud. Hierzu ist die neue Barbie mit einem Mikrophon, einem Lautsprecher und einer Wi-Fi-Schnittstelle ausgestattet. Die Puppe soll sich dadurch an das Lieblingsessen, die Lieblingsfarbe oder den Berufswunsch der Kinder erinnern können. Anders als etwa bei Siri sind alle Sätze, die Barbie spricht, im Vorfeld aufgenommen worden. Somit wird die etwas technisch klingende Stimme von bisherigen Sprachprogrammen umgangen. Ein Algorithmus entscheidet welche Antwort Barbie gibt. Durch die Speicherung der Gespräche soll die Spracherkennung mit der Zeit immer ausgereifter werden ...

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