BGer 6B_648/2014: Doppelbegutachtung mehrerer Mittäter

Im Entscheid 6B_648/2014 musste sich das Bundesgericht mit der Frage der psychiatrischen Begutachtung von drei Mittätern durch einen einzigen Gutachter auseinandersetzen. Der Beschwerdeführer brachte vor, dass der Gutachter mit allen drei Tätern intensive Gespräche geführt habe, wobei er unbewusst beeinflusst worden sei und dadurch seine Beurteilung verfälscht worden sei. Der Gutachter sei dabei nicht in der Lage, zugleich seine Pflicht, das Arzt- und Amtsgeheimnis gegenüber dem jeweiligen Exploranden zu wahren, und gleichzeitig gegenüber jedem Einzelnen seiner Offenbarungspflicht nachzukommen (Erw. 3.1).

Für Gutachter gelten die Ausstandsgründe nach Art. 56 StPO (Art. 183 StPO), wonach Gutachter unparteiisch, unbefangen und unvoreingenommen sein müssen ...

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