Betriebsfeiern: Gesetzgeber zieht die Schrauben wieder an

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Was der Arbeit­ge­ber für Weih­nachts­fei­ern und andere Betriebs­ver­an­stal­tun­gen aus­gibt, müs­sen die Arbeit­neh­mer als Leis­tung im ganz über­wie­gen­den betrieb­li­chen Inter­esse des Arbeit­ge­bers nicht als Arbeits­lohn ver­steu­ern, soweit sich die Ver­an­stal­tung und die Aus­ga­ben dafür im Rah­men des Übli­chen hal­ten (R 19.5. LStR 2015 — Lohnsteuer-Richtlinie 2015). Die­ses Prin­zip hatte der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) in den letz­ten Jah­ren zuguns­ten der Arbeit­neh­mer aus­ge­wei­tet. Dar­auf hat jetzt der Gesetz­ge­ber rea­giert und ent­ge­gen dem BFH die bis­he­rige Ver­wal­tungs­auf­fas­sung durch einen neuen Tat­be­stand im Ein­kom­men­steu­er­ge­setz (EStG) ersetzt (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG i. d. F. des Zollkodex-Anpassungsgesetzes v. 22.12.2014, BGBl. I S. 2417)

Damit gilt ab 1.1.2015 eine deut­lich brei­tere Bemes­sungs­grund­lage, der seit 1993 fast unver­än­derte Wert von 110 Euro (damals 200 DM) wurde aber nicht erhöht. Aller­dings machte er mit Wir­kung ab 1.1.2015 aus der bis­he­ri­gen Frei­grenze einen Frei­be­trag. Wenn also mehr als 110 Euro pro Arbeit­neh­mer aus­ge­ge­ben wur­den, müs­sen diese nicht den vol­len Auf­wand ver­steu­ern, son­dern nur den über­stei­gen­den Betrag.

Danach gilt künf­tig Folgendes:

Eine Betriebs­ver­an­stal­tung liegt vor, wenn es sich um eine Ver­an­stal­tung auf betrieb­li­cher Ebene mit gesell­schaft­li­chem Cha­rak­ter handelt. Die Ver­an­stal­tung muss allen Ange­hö­ri­gen des Betriebs, eines Teil­be­triebs oder einer in sich geschlos­se­nen betrieb­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit (z.B. einer Abtei­lung) offen stehen ...Zum vollständigen Artikel


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