52 Jahre Fahrverbot für Parkrempler

von Julian Jansen

Ein Autofahrer aus Düsseldorf berührte beim Ausparken ein anderes Fahrzeug und fuhr weg. Daraufhin erhielt er einen gerichtlichen Strafbefehl, wonach er mit über 50 Jahren Fahrverbot bestraft werden sollte! Natürlich legte der Autofahrer, der auch noch beruflich auf die Fahrerlaubnis angewiesen war, Einspruch gegen diesen Strafbefehl ein.


630 statt 6 Monate

Die Höhe des Fahrverbots dürfte dabei allerdings so nicht gewollt gewesen sein. Angemessen und beabsichtigt war wohl ein Verbot von "nur" 6 Monaten. Allerdings muss der Verfasser des Strafbefehls auf der Tastatur beim Eintippen der Strafhöhe versehentlich von der Zifferntaste "6" auf die Ziffern "630" abgerutscht sein. So kam es zu einem extrem langen Fahrverbot von 630 Monaten (in Worten sechshundertunddreißig!) also 52 1/2 Jahre oder 19175,63 Tagen! Diesen Tippfehler wiederum hat dann der Richter, der den Strafbefehl schließlich erlässt, dann auch noch übersehen...


Übrigens: schon im zarten Alter von 101 Jahren hätte der Mann wieder fahren dürfen! Warum dann eigentlich die ganze Aufregung? Wenn man die aktuellen Entwicklungen bedenkt, dann wäre er bestimmt auch noch nicht in Rente, sodass er sogar in seinen alten Beruf hätte zurückkehren können ...

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