Exportschlager (Re)Kommunalisierung? – Die englische Stadt Bristol plant die Gründung eines kommunalen Stadtwerkes

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Die deut­sche Ener­gie­ver­sor­gungs­land­schaft mit sei­nen kom­mu­na­len Stadt­wer­ken gilt zu Recht als ein­zig­ar­tig in Europa. Je lau­ter der Ruf nach einer Ener­gie­wende und der damit ein­her­ge­hen­den dezen­tra­len Erzeu­gung wird, desto kla­rer wird, dass Stadt­werke dabei eine erheb­li­che Rolle spie­len. Dies hat nun auch die Umwelt­haupt­stadt Europa 2015 erkannt – die südwest-englische Metro­pole Bris­tol.

Sie wagt ein bis­her ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt und sucht euro­pa­weit stra­te­gi­sche Part­ner zur Grün­dung des ers­ten bri­ti­schen Stadt­wer­kes. Hierzu wählt sie den unge­wöhn­li­chen Weg, in der deut­schen Wochen­zei­tung „Die Zeit“ vom 22.1.2015 eine Anzeige zu schalten.

Inspi­riert vom „euro­päi­schen Model aus Deutsch­land“ sucht die „füh­rende Stadt Euro­pas im Bereich Nach­hal­tig­keit“ Unter­stüt­zung bei der För­de­rung der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Stadt, heißt es dort – und rich­tet sich an Unter­neh­men, die bei­spiels­weise über „neu­este Soft­ware– oder Nischen­kom­pe­tenz“ ver­fü­gen oder „neue Umwelt­tech­no­lo­gien entwickeln“.

Die Idee ist in Bris­tol jedoch nicht ganz neu: Bereits im Jahre 2010 wurde der Plan zur Grün­dung eines kom­mu­na­len Stadt­wer­kes in den Stadt­rat getra­gen, der sei­ner­zeit das Pro­jekt unter­stützte. Im Jahre 2012 wurde mit finan­zi­el­ler Hilfe der Euro­päi­schen Inves­ti­ti­ons­bank eine Mach­bar­keits­stu­die zur Grün­dung des Stadt­wer­kes durch­ge­führt ...

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