Agenturleben vor dem aus? – Die Praktikanten und der Mindestlohn. Eine rechtliche Betrachtung.

von Nina Diercks

Der Mindestlohn. Heiß diskutiert. Schon lange. So erklärte Mitte letzten Jahres der Saatchi & Saatchi-Deutschland-Chef Christian Rätsch in der w&v “Ohne Praktikum wäre ich heute Steuerberater” und führte dabei weiter aus, warum seine Branche keinen Mindestlohn benötige. Kurz darauf meldete sich LEAD Digital Blogger und Head of Social Media bei der Digitalagentur Oygo David Philippe mit dem Artikel Mindestlohn in Agenturen: “Diskussion ohne Gewinner”. Er erläutert, warum der Mindestlohn nun nicht sicher nicht der Untergang des Abend-, vielmehr Agenturlandes bedeutet.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2015. Und gleich wie man dazu stehen mag, seit August letzten Jahres ist es in Kraft und entfaltet seine Wirkung seit dem 01. Januar 2015: Das Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns. (Oder das “Mindestlohngesetzes” wie es gemeinhin genannt wird)

Die Unsicherheit in Agenturen wie sonstigen Betrieben ist groß. Auch wenn das Gesetz schon lange diskutiert und in Kraft getreten ist, so sehen sich viele natürlich erst jetzt Anfang des Jahres 2015 konkret (nämlich bei der Einstellung der neuen Praktikanten) mit den nachfolgenden Fragen konfrontiert: Ist ein Mindestlohn zu zahlen? Immer? Gibt es Ausnahmen? Wenn ja, welche?

Bekanntermaßen beschäftige ich mich eingehend mit dem Arbeitsrecht, wenn es um Fragen der Nutzung digitaler Strukturen (Social Media, BYOD, Internet, IT-Systeme) und die digitale Kommunikation der Unternehmen durch die Arbeitnehmer geht. (Wer mehr dazu wissen möchte, mag hier weiterlesen.) Und natürlich entwerfe ich auch Verträge für Unternehmen für deren freie Mitarbeiter oder den Solo-Entrepreneur selbst (nannte man früher “Freelancer” ;] ). Die “klassischen” arbeitsrechtlichen Themen sind jedoch nicht mein Themenschwerpunkt ...

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