Schallschutz in der Wohnungseigentümergemeinschaft

von Olaf Moegelin

Der Bundesgerichtshof hatte zu entscheiden, bei welchem Schallschutzniveau ein Wohnungseigentümer den vorhandenen Bodenbelag in Form von Parkett durch Teppichboden zu ersetzen hat.

Die Parteien in dem zugrunde liegenden Verfahren sind Wohnungserbbauberechtigte. Die Beklagten erwarben das über der Wohnung der Kläger liegende Appartement im Jahr 2006. In dem Anfang der Siebzigerjahre errichteten Hochhaus befinden sich ein großes Hotel und 320 Appartements, für die jeweils Wohnungserbbaurechte bestehen. Im Jahr 2006 ließen die Beklagten den vorhandenen Teppichboden entfernen und Parkett einbauen. Dagegen wenden sich die Kläger mit der Begründung, der Trittschall habe sich durch den Wechsel des Bodenbelags erhöht.

Das Amtsgericht hat die Beklagten antragsgemäß verurteilt, in ihrer Wohnung anstelle des Parketts Teppichboden oder einen in der Trittschalldämmung gleichwertigen Bodenbelag zu verlegen. Auf die Berufung der Beklagten hat das Landgericht die Klage abgewiesen. Der Bundesgerichtshofs hat die Abweisung der Klage bestätigt und die Revision der Beklagten zurückgewiesen.

Ein Wechsel des Bodenbelags und Schallschutz in der Wohnungseigentümergemeinschaft folgt nicht aus § 14 WEG (Bundesgerichtshof, Urteil vom 27. Februar 2015 – V ZR 73/14).

Maßgebliche Norm im einschlägigen Fall des Schallschutzes ist § 14 Nr. 1 WEG ...

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