LG Düsseldorf: Berechnung des Nutzungsausfalls bei einem Taxi

Quelle: Fabian Börner, Wikimedia Commons

Bei der Schadensberechnung beim Nutzungsausfall von gewerblich genutzten Fahrzeugen gelten andere Grundsätze als bei Privat-Pkws (siehe auch OLG Zwei­brü­cken zum Nut­zungs­aus­fall bei gewerb­lich genutz­tem KFZ). Aus dem Urteil des LG Düsseldorf vom 20.11.2014 (Az. 1 O 222/10) ergibt sich, welche Anforderungen das Gericht an die Darlegungen des Klägers stellt, wenn dieser Nutzungsausfall für ein Taxi verlangt. Eine Verdienstausfallpauschale je Schicht lehnt es ab:

Soweit der Kläger behauptet, bei dem Landgericht Düsseldorf gelte bei dem Nutzungsausfall eines Taxis eine Verdienstausfallpauschale von 50,00 € pro Schicht, trifft dies nicht zu. Vielmehr ist von dem Geschädigten konkret zum tatsächlichen Ausfall des beschädigten Fahrzeugs vorzutragen (vgl. Landgericht Düsseldorf, Urteil vom 02.09.2011, 20 S 73/11, zit. nach juris). Den Anforderungen an den konkreten Vortrag zum tatsächlichen Ausfall des beschädigten Taxis genügt das von dem Kläger vorgelegte Schreiben der G. G. (Anlage 1, Bl. 185 d. A.) nicht, denn dort wird lediglich auf der behaupteten Grundlage der Buchführung für die Monate Januar bis März 2009 ein durchschnittlicher Bruttoverdienst pro Schicht von 107,86 € angegeben und um die Umsatzsteuer und eine Kostenpauschale von 12 % reduziert. Auf dieser Grundlage lässt sich die Berechnung des entgangenen Gewinns nicht nachvollziehen.

Die Kammer hat den Kläger daraufhin mit Beschluss vom 25.04 ...

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