Vorführung eines Schöffen

von Mirko Laudon

Bis 1924 gab es in Deutschland noch echte Geschworenengerichte, übrig geblieben sind davon heute nur noch zwei Schöffen, die in bestimmten Verfahren als ehrenamtliche Richter das Volk abbilden sollen („Im Namen des Volkes“). Die Schöffen werden jeweils für fünf Jahre gewählt und – falls sich nicht genügend freiwillige Kandidaten finden – können Bürger auch unfreiwillig per Losverfahren zum Schöffendienst herangezogen werden. Es kann dementsprechend (fast) jeden treffen (Ausnahmen in §§ 32 ff. GVG).

Unfreiwillig Schöffe in Hamburg

Bei Spiegel Online berichtet nun einer dieser Schöffen, der mitten im Studium unfreiwillig ins Schöffenamt beordert wurde, von seinen Erfahrungen. Mit gerade einmal 25 Jahren (genau das Mindestalter) nimmt er die verantwortungsvolle Aufgabe in Hamburg wahr, die einem Amtsinhaber eigentlich ein hohes Maß an Lebenserfahrung abverlangt.

Und so kam es, dass der junge Mann einen 8:00 Uhr-Termin vor dem Landgericht Hamburg im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen hat ...

Zum vollständigen Artikel


  • Mein Leben als Schöffe: Aufstehen, Polizei!

    spiegel.de - 65 Leser, 19 Tweets - Was passiert, wenn Schöffen einen Termin vor Gericht verschlafen? Ich habe es erlebt: Die Polizei kommt - und es kann sehr teuer werden.

  • Student als Schöffe: Ich, im Namen des Volkes

    spiegel.de - 23 Leser, 30 Tweets - Mitten im Studium verpflichtete das Hamburger Landgericht Peter Maxwill als Schöffen, da war er gerade 25. In seinem ersten Fall stehen ein muskelbepackter Mann und eine zierliche Frau vor der Richterbank. Einer von beiden lügt.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK